9. Geburtstag

Heute melde ich mich mal wieder zu Wort. Es ist Kevins 9. Geburtstag und wir haben den Nachmittag im Kreis der Familie verbracht. Das schönste “Kompliment” an diesem Tag für mich war, dass meinem Vater aufgefallen ist, dass Kevin schon wesentlich ruhiger geworden ist. Nun – wir haben vergangenen Samstag mit Medikinet angefangen. Aber der Reihe nach:

Die Befunde von EKG, Blut und EEG waren glücklicherweise unauffällig. Das EEG hatten wir letzten Dienstag in der Kinderklinik machen lassen (allerdings nun doch nicht in der örtlichen, sondern in der Stadt, in welcher auch unser Kinderarzt praktiziert, da es dort eine eigene Ambulanz gibt und wir nicht mit einer stationären Einweisung – wie hier bei uns gefordert – anrücken müssen und somit auch nicht das ganze Procedere mit Aufnahme, Entlassung etc. durchlaufen müssen). Jedenfalls wurden Kevin und wir sehr zuvorkommend betreut und waren äußerst überrascht. So etwas ist uns bisher nicht passiert. Alle Schwestern total freundlich, aufmerksam, einfühlsam und entspannt. Das EEG dauerte in etwa eine halbe Stunde und im Anschluss daran führte der Oberarzt ein kurzes Gespräch mit uns. Am Freitag Morgen rief ich in der Kinderarztpraxis an, um mich zu erkundigen, ob der Befund schon eingetroffen wäre. Die Arzthelferin bejahte dies und ich fragte nach, ob ich noch am Vormittag vorbeikommen könnte. Der Arzt hatte Zeit für uns und wir machten uns auf den Weg. In der Praxis besprachen wir dann eingehend die Dosierung für die nächsten 14 Tage. Wir fangen langsam an und erhöhen alle 3 Tage die Dosis um eine halbe Tablette. Seit heute bekommt Kevin am Morgen und am Mittag jeweils 5 mg Medikinet. Die Enddosis nach den 14 Tagen beträgt dann am Morgen 20 mg und am Mittag 15 mg Medikinet. Und dann müssen wir einfach sehen, ob es von der Dosis her so passt oder ob noch etwas verändert werden muss.

Ich selbst bemerke schon eine leichte Veränderung bei Kevin. Speziell darin, dass er in seinem Temperament nicht mehr ganz so aufbrausend ist. Also wenn ihm etwas gegen den Strich geht. Er wird dann natürlich schon noch zornig und ärgert sich, aber es hält nicht mehr so lange an und er beruhigt sich schnell wieder. Ansonsten habe ich heute aber auch festgestellt, dass der Nachmittag für ihn recht ruhig verlaufen ist, er aber gegen 18 Uhr wieder ziemlich überdreht war. Naja, auch die besten Medis lassen irgendwann nach, nicht wahr? Ich möchte Kevin damit ja auch nicht “ruhigstellen”, er soll weiterhin ein “aktives” Kind sein und auch toben, rennen etc. Aber ich konnte dennoch sehr deutlich den Unterschied spüren, als die Wirkung des Medikaments am Abend vorbei war.

Er selbst bemerkt den positiven Unterschied auch und freut sich darüber. Und dass macht es mir dann auch leichter, ihm morgens und mittags die Tablette hinzulegen. Hätte Kevin jetzt damit ein Problem und würde sich absolut weigern, Medikamente zu nehmen, hätte ich vielleicht ein schlechtes Gewissen. Aber er versteht, dass es ihm damit besser gehen wird. Vor allem auch in der Schule und im Freundeskreis.

Somit haben wir seinen 9. Geburtstag in absolut harmonischer Runde feiern können und das hat mich – vor allem für meinen kleinen Schatz – sehr gefreut.

21.10.14 09:04

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